Der ZVB ist an Ihrer Seite.<br>Wir geben die Antworten auf Ihre Fragen
Der ZVB ist an Ihrer Seite.
Wir geben die Antworten auf Ihre Fragen
 

FAQs

Zur aktuellen Situation rund um das Thema Erdgas

Der Sommer liegt in seinen letzten Zügen, der Herbst steht vor der Tür. Eigentlich die beste Zeit, um den Spätsommer zu genießen. Doch der Krieg in der Ukraine überschattet weiter vieles und hat weitreichende Folgen, gerade auch für uns als Ihren Energieversorger. Und natürlich hat die derzeitige Krise auf den Energiemärkten auch Auswirkungen auf Sie als unseren Kunden. Wir wollen Ihnen Transparenz bieten, gerade auch in unsicheren Zeiten. Wir wollen Ihnen die Infos an die Hand geben, die für Sie in der aktuellen Situation am Wichtigsten sind und wir wollen auf dieser Seite Ihre Fragen zur aktuellen Situation aufgreifen und Antworten liefern in unseren FAQs. Und wir wollen Ihnen einen Überblick bieten über die neuen staatlichen Umlagen, die ab Oktober 2022 zu einer deutlichen Mehrbelastung für alle Haushalte mit einer Erdgasheizung führen werden und die wir an Sie Eins-zu-eins weiterberechnen. Die neuen Umlagen betreffen deutschlandweit alle Kunden, die Erdgas beziehen.

Wir geben Ihnen die Antworten auf Ihre Fragen

•           Die Preise für Erdgas auf den europäischen Energiemärkten sind in den letzten Monaten stark gestiegen. Innerhalb eines Jahres haben sich die Preise für die Erdgasbeschaffung mehr als verfünffacht – das gab es bisher noch nie. Grund dafür sind reduzierte Gaslieferungen aus Russland.

 

•           Experten aus Politik und Energieverbänden gehen beim Erdgas auch für die kommenden Monate von einem höheren Preisniveau aus. In diesem herausfordernden Marktumfeld haben zahlreiche Discountanbieter die Belieferung ihrer Kunden bereits kurzfristig eingestellt bzw. sind in die Insolvenz gegangen.

 

•           Der ZVB steht für eine zuverlässige Versorgung seiner Kunden. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Beschaffungspreise und neuer gesetzlicher Umlagen auf den Gaspreis sind wir allerdings gezwungen, den Erdgaspreis zum 1. Oktober 2022 anzuheben.

 

•           In der Grafik rechts sehen Sie die Entwicklungen der Erdgaspreise seit September 2021. Seit März 2022 sind die Preise durch die oben beschriebenen Faktoren regelrecht explodiert.

Um die Versorgung mit Erdgas in Deutschland zu sichern, hat die Bundesregierung Maßnahmen getroffen. Diese sollen dafür sorgen, dass Industrie und Privatkunden im Falle einer Gasmangellage möglichst gut durch die Krise kommen, gleichzeitig kommen damit aber weitere Kosten auf Verbraucherinnen und Verbraucher zu:

•           Gasspeicherumlage: Um für einen russischen Lieferstopp gewappnet zu sein, werden aktuell die deutschen Erdgasspeicher mit Hochdruck gefüllt. Das Energiespeichergesetz schreibt vor, dass bis Anfang November die Speicher nahezu voll sein müssen. Die Kosten für die Befüllung der Speicher werden auf alle Gaskunden umgelegt und dafür die neue Gasspeicherumlage zum 1. Oktober 2022 eingeführt, die von allen Gaskunden getragen wird, um die Versorgung im nächsten Winter zu sichern. Die genaue Höhe der Umlage wurde auf 0,059 Cent je Kilowattstunde festgelegt. In den vergangenen Wochen wurde von den Fachverbänden von einer Gasspeicherumlage von bis zu 4 Cent oder gar höher ausgegangen. Da eine Frist von sechs Wochen bis zum Wirksamwerden der neuen Umlage eingehalten werden muss, haben wir die Umlage mit einer vorläufigen Höhe von 4,0 Cent je Kilowattstunde in den ab 1. Oktober 2022 gültigen Arbeitspreis einkalkuliert. Der ZVB hat in der KW34 alle Kunden erneut anschreiben, um ihnen den reduzierten Arbeitspreis je Kilowattstunde mitzuteilen. „In einer Zeit, die von stark gestiegenen Beschaffungspreisen geprägt ist, sehen wir das nun als Lichtblick und sind erleichtert, dass wir unseren Kunden ein neues Schreiben mit einem um 3,941 Cent pro Kilowattstunde gesenkten Arbeitspreis zukommen lassen können. Wir können Wort halten und geben die Umlage Eins-zu-eins weiter. Die aktualisierten Preise mit der neu eingepreisten Gasspeicherumlage sind ab 1. Oktober 2022 gültig“, so ZVB-Geschäftsführer Gregor Gülpen.

•           Gas-Sicherungsumlage nach § 26 EnSiG: Russland liefert weniger Gas, deshalb müssen viele Gasimporteure kurzfristig teuren Ersatz beschaffen – was diese in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Damit die Unternehmen nicht insolvent gehen und die Versorgung weiter gesichert ist, führt die Bundesregierung zum 1. Oktober 2022 eine Umlage nach der Verordnung nach § 26 EnSiG ein. Pro Kilowattstunde beträgt die Gas-Sicherungsumlage 2,419 Cent.

•           Bilanzierungsumlage: Die Bilanzierungsumlage steigt ab Oktober auf 0,57 Cent pro kWh. Die seit Jahren bestehende Umlage wird alle 12 Monate angepasst. Bis zuletzt betrug sie null Cent, wird jetzt aber angehoben. Die Bilanzierungsumlage ist notwendig, um die gleichmäßige Auslastung des Gasnetzes zu garantieren. Der Zweckverband Gasfernversorgung Baar wird diese Umlage, wie auch alle anderen Umlagen, ebenfalls Ein-zu-eins an ihre Kunden weitergeben.

 

Deutschland befindet sich aktuell in einer Gaskrise. Gas ist zu einem knappen Gut geworden, die Preise sind regelrecht explodiert.

•           Weil zugesagte russische Gasmengen ausbleiben, müssen Gasimporteure die fehlenden Erdgasmengen kurzfristig zu deutlich höheren Kosten ersatzweise am sogenannten Spotmarkt beschaffen.

•           Für den aktuellen Krisenfall gibt die Bundesregierung die Weitergabe dieser Kosten per Umlage an alle Gaskunden vor. So wird verhindert, dass Energieversorger insolvent gehen und es im großen Stil zu Versorgungsausfällen kommt.

•           Das Energiesicherungsgesetzt (EnSiG) gilt bis zum 1. April 2024, die Gasspeicherumlage soll bis Dezember 2024 erhoben werden. In diesem Zeitraum wird es zu regelmäßigen Preisanpassungen kommen.

Die neu geschaffene Umlage nach §26 EnSiG ermöglicht es Gasimporteuren, von denen Energieversorger wie der Zweckverband Gasfernversorgung Baar sein Gas bezieht, den Großteil ihrer massiv gestiegenen Einkaufspreise weiterzugeben.

•           Es ist geplant, dass Gasimporteure 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weitergeben können.

•           Die Umlage wird von allen Gaskunden in Deutschland gleichermaßen getragen. Das bedeutet, dass jede Kilowattstunde Gas, die in Deutschland verbraucht wird, mit demselben Betrag beaufschlagt wird.

 

Für die Rechnungsstellung grenzen wir Ihren Gasverbrauch zum 1. Oktober 2022 unter Berücksichtigung jahreszeitlicher Verbrauchsschwankungen rechnerisch ab. Gerne können Sie Ihren Zählerstand aber auch zum 1. Oktober selbst ablesen und uns bis zum 10. Oktober online oder per E-Mail mitteilen. Ihren Verbrauch vor dem Stichtag berechnen wir Ihnen nach den alten Konditionen, ab dem Stichtag zu den neuen Preisen. Sie finden die Zeiträume getrennt ausgewiesen in Ihrer Jahresrechnung.

Die Preise für Strom und Gas kennen aktuell leider nur eine Richtung: Steil nach oben. Daher empfehlen wir unbedingt, den Abschlag nicht zu senken, denn jeder Monat mit zu geringem Abschlag erhöht die Nachzahlung bei der Jahresrechnung.

•           Gerne beraten wir Sie zu Ihrer optimalen Abschlagshöhe.

 

Der ZVB informiert ihre Kunden gerne persönlich über die neuen Preise. Fragen beantwortet der Kundenservice telefonisch, per E-Mail sowie im Kundencenter in der Pforzheimer Straße in Villingen. 

•           Auf eines können Sie sich als unser Kunde verlassen: Wir beobachten die Preisentwicklungen sehr genau und geben Preissenkungen selbstverständlich direkt an Sie weiter.

www.bmwk.de

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit aktuellen und weiterführenden Informationen.

 

•           www.bundesnetzagentur.de

Die Bundesnetzagentur ist die zentrale Infrastrukturbehörde in Deutschland und informiert ebenfalls ausführlich und informativ über die aktuelle Lage.

Laut Klaus Müller, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, müssen Gaskunden von 2023 an mit noch höheren Abschlägen rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Gasrechnung für Verbraucher wohl verdreifachen wird. Die Großhandelspreise haben sich teilweise schon versiebenfacht. Verzögert werden dies auch die Verbraucher zu spüren bekommen.

 

•           Wenn die Lieferungen aus Russland dauerhaft ausbleiben sollten, wird das auf den Beschaffungsmärkten zu weiteren Preissteigerungen führen. Richtig ist aber auch, dass wir in Deutschland aktuell mehr als 65 Prozent der Gasmengen aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Norwegen, importieren. Diese Mengen werden uns auch zukünftig stabil zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden vier neue Terminals für den Import von flüssigem Erdgas nach Deutschland uns unabhängiger von Russland machen.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Kosten stets sorgfältig im Blick zu haben. Überprüfen Sie dafür regelmäßig Ihre Zählerstände, wieviel Energie Sie verbrauchen und ob Ihr Abschlag noch richtig kalkuliert ist. Meist fällt es leichter, die laufenden Kosten etwas nach oben zu korrigieren – statt plötzlich eine nicht eingeplante, hohe Nachzahlung schultern zu müssen.

•           Um unerwartet hohen Nachzahlungen vorzubeugen, sollten Sie rechtzeitig Ihre Abschläge anpassen lassen. Wir vom Zweckverband Gasfernversorgung Baar beraten Sie gerne.

•           Grundsätzlich gilt: Rechnungen und Abschläge müssen pünktlich bezahlt werden. Zahlungen für Strom, Heizung und Miete sollten immer Vorrang haben und vor allen anderen Rechnungen beglichen werden. Uns ist allerdings sehr wohl bewusst, dass manche Umstände dies erschweren können und gerade die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung für viele Haushalte darstellt. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Zahlungsschwierigkeiten haben. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Der ZVB ist für Sie da und wir finden gemeinsam eine Lösung. Einvernehmlich lassen sich kurzfristig Zahlungsaufschübe und / oder Ratenzahlungen vereinbaren und mittelfristig Energiesparmöglichkeiten aufzeigen.

•           Ganz wichtig zu wissen: Falls Sie, aus welchen Gründen auch immer, in Zahlungsverzug geraten, nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Bei Nichtbezahlung von Energierechnungen oder monatlichen Abschlägen drohen nämlich zusätzliche Kosten durch Beantragung von Mahnbescheiden, Gerichtskosten sowie Inkasso- und Sperrgebühren.

•           Wichtig ist, dieses Gesprächsangebot anzunehmen. Gemeinsam – gegebenenfalls auch unter Einbindung externer Beratungs- oder Förderstellen sowie Sozialverbänden und -einrichtungen - lassen sich einvernehmliche Lösungen entwickeln, bevor unnötige Kosten entstehen – oder eine Sperrung droht.