Technische Regeln G-600-B


Seit Dezember 2003 ist die Regel G-600-B in Kraft. Sie beinhaltet die Vorgaben, dass alle von diesem Zeitpunkt an erstellten Gasanlagen zwecks Erhöhung der Manipulationssicherheit mit einem Gasströmungswächter ausgestattet sein müssen.

Aus diesem Grunde wird beim ZVB seit dem 01.01.2005 nur noch Gaszähler in Anlagen montiert, die mit einem solchen Strömungswächter ausgestattet sind.

Im Zuge dieser Neuregelung ist eine engere Abstimmung beim ZVB nötig.

GS-Typen nach VP 305-1


Bauteilanforderung und Einbauorte

K1

25 bis 100 mbar
fs max = 1,45; p2,5 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

vor Druckregelgerät

K2

0,1 bis 5 bar
fs max = 1,45; p15 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

vor Druckregelgerät

K3

15 bis 50 mbar
fs max = 1,45; p1 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

hinter Druckregelgerät

M1

25 bis 100 mbar
fs max = 1,8; p 2,5 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

vor Druckregelgerät

M2

0,1 bis 5 bar
fs max = 1,8; p 15 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

vor Druckregelgerät

M3

15 bis 50 mbar
fs max = 1,8; p 1 mbar
instationäre Prüfung bei 1,15 x VN

hinter Druckregelgerät

ACHTUNG! Der Schließfaktor ist abhängig von der Einbaulage

Auswahlkriterien und Anordnung für GS bei erhöhter Niederdruck-Gasverteilung > 25 mbar bis 100 mbar und Gas-Druckregelung

Lfd.
Nr.

Aktivmaßnahmen

Passivmaßnahmen

 

Ein- und Zweifamilienhaus

1

keine passiven Maßnahmen
erforderlich, da es kein
allgemein zugänglicher
Raum ist

 

Mehrfamilienhaus mit zentraler Gasanwendung

3

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) nicht lösbare
Verbindung(en)
oder
c) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

 

Mehrfamilienhaus mit Etagengasanwendung

5

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) nicht lösbare
Verbindung(en)
oder
c) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

Auswahlkriterien und Anordnung für GS bei Niederdruck-Gasverteilung ≤ 25 mbar ohne Gas-Druckregelung

Lfd.
Nr.

Aktivmaßnahmen

Passivmaßnahmen

 

Ein- und Zweifamilienhaus

1

keine passiven Maßnahmen
erforderlich, da es kein
allgemein zugänglicher
Raum ist

 

Mehrfamilienhaus mit zentraler Gasanwendung

2

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) nicht lösbare
Verbindung(en)
oder
c) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

 

Mehrfamilienhaus mit Etagengasanwendung

3

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

Auswahlkriterien und Anordnung für GS bei Mittel- und Hochdruckgasverteilung > 100 mbar bis 5 bar und Gasdruckregelung

Lfd.
Nr.

Aktivmaßnahmen

Passivmaßnahmen

 

Ein- und Zweifamilienhaus

1

keine passiven Maßnahmen
erforderlich, da es kein
allgemein zugänglicher
Raum ist

 

Mehrfamilienhaus mit zentraler Gasanwendung

3

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) nicht lösbare
Verbindung(en)
oder
c) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

 

Mehrfamilienhaus mit Etagengasanwendung

5

a) nicht „allgemein
zugänglicher Raum“
oder
b) nicht lösbare
Verbindung(en)
oder
c) gesicherte lösbare
Verbindung(en)

Tabellarische Übersicht zur Anwendung der aktiven Maßnahmen

Aktive Maßnahme

Auswahl des GS nach

Überprüfung der Rohrdurch-
messer bzw. Begrenzung
der Leitungslänge nach

GS K1

Tabelle 1, Spalte 2a

entfällt

GS K2

Diagramm 1

entfällt

GS K3

Tabelle 1, Spalte 2a

entfällt

GS M1

Tabelle 2, Spalte 2

Tabelle 2, Spalte 3 bis 6

GS M2

Diagramm 1

Tabelle 2, Spalte 3 bis 6

GS M3

Tabelle 1, Spalte 2b

Tabelle 1, Spalte 3 bis 6

Gas-Druckregelgerät
mit integriertem GS

Tabelle 2, Spalte 2

Tabelle 2, Spalte 3 bis 6

Diagramm 1: Ermittlung des GS K2 bzw. M2 vor dem Gas-Druckregelgerät

Tabelle 3b: Auswahl des GS K3 bzw. M3 hinter dem Gas-Druckregelgerät sowie Bemessungsvorgaben für die Leitungslängen

1

2

3

4

5

6

Summen-
volumenstrom
Σ VA1) (m³/h)

Leistungsstufe GS
VGas (m³/h)

maximale Rohrlänge
bei Auswahl eines GS M3, K3 nach Spalte 2

GS Typ

K3
M3

bis
minimal di2)

(mm)

Einzel-
zuleitung Länge (m)

bei vorhandenen
Abzweigen

Verbrauchs-­leitung
Länge (m)

Abzweig­leitung
Länge (m)

M3

K3

M3

K3

M3

K3

bis 2,0



2,1 bis 3,2




3,3 bis 4,8




4,9 bis 8,0




8,1 bis 12,8
(16)3)

2,5



4,0




6,0




10,0




16,0

13
16
20

13
16
20
25

13
16
20
25

20
25
32
39

32
39

14
35
100

5,5
14
50
150

1,5
4
20
67

3
17
66
130

20
45

22
56
160

9
22
80
240

2
6
32
107

5
27
106
208

32
72

7
17
50

2,5
7
25
75

0,8
2
10
33

1,5
8
33
65

10
22

11
28
80

4,5
11
40
120

1
3
16
53

2,5
13
53
104

16
36

7
17
50

2,5
7
25
75

0,8
2
10
33

1,5
8
33
65

10
22

11
28
80

4,5
11
40
120

1
3
16
53

2,5
13
53
104

16
36

  1. Der Summenvolumenstrom berechnet sich als Summe der Anschlusswerte aller Gasgeräte ohne Berücksichtigung der Gleichzeitigkeit.
  2. Gilt für Stahlrohre nach DIN EN 10255, DIN EN 10208-1, für Edelstahlrohre nach GW 541 und für Kupferrohre nach GW 392
  3. Die Betriebstauglichkeit ist auch bis zu 16 m³ / h abgesichert, wenn sich der Summenvolumenstrom aus der Anrechnung von mehreren zu versorgenden Einzelgasgeräten zusammensetzt.

Tabelle 4b: Auswahl des Gas-Druckregelgerätes mit integriertem GS bzw. des GS M1 oder K1 vor dem Gas-Druckregelgerät sowie Bemessungsvorgaben für die Leitungslängen

1

2

3

4

5

6

Summen-
volumen
strom
Σ VA1) (m³/h)

Leistungs-
stufe des integrierten GS bzw.
GS K1, M1
VGas (m³/h)

maximale Rohrlänge3)
bei Auswahl eines GS M3, K3 nach Spalte 2

bis
minimal di2)
(mm)

Einzel-
zuleitung
Länge (m)

bei vorhandenen
Abzweigen

Verbrauchs-
leitung
Länge (m)

Abzweig­
leitung
Länge (m)

Inte-
grierter
GS bzw.
M1

K1

Inte-
grierter
GS bzw.
M1

K1

Inte-
grierter
GS bzw.
M1

K1

bis 2,0



2,1 bis 3,2




3,3 bis 4,8




4,9 bis 8,0




8,1 bis 12,8
(16)4)

2,5



4,0




6,0




10,0




16,0

13
16
20

13
16
20
25

13
16
20
25

20
25
32
39

32
39

16
40
115

6
16
57
173

1,7
5
23
77

3,5
20
76
150

23
52

25
64
184

10
26
91
276

2,7
8
37
123

5,6
32
122
240

37
83

8
20
57

3
8
28
86

0,9
2,5
11
38

1,8
10
38
75

11
26

13
32
92

5
13
45
138

1,3
4
18
61

2,8
16
61
120

18
41

8
20
57

3
8
28
86

0,9
2,5
11
38

1,8
10
38
75

11
26

13
32
92

5
13
45
138

1,3
4
18
61

2,8
16
61
120

18
41

  1. Der Summenvolumenstrom berechnet sich aus der Summe aller Gasgeräte ohne Berücksichtigung der Gleichzeitigkeit.
  2. Gilt für Stahlrohre nach DIN EN 10208-1, für Edelstahlrohre nach GW 541 und für Kupferrohre nach GW 392
  3. Die Bemessungsvorgaben der Leitungslängen gelten in Anlehnung auch für GS M2 und K2
  4. Die Betriebstauglichkeit ist auch bis zu 16 m³ / h abgesichert, wenn sich der Summenvolumenstrom aus der Anrechnung von mehreren zu versorgenden Einzelgasgeräten zusammensetzt.

Installationsbeispiele

Einfamilienhaus

 

  Quelle: Mertik Maxitrol®

Mehrfamilienhaus

 

Quelle: Mertik Maxitrol®

Kontakt

Clemens Colli

Ihr
Ansprechpartner

Clemens Colli
07721 40504642


clemens.colli(at)zvb-erdgas.de

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